Bürger
Tourismus
Wirtschaft
ceský
English
Stadtverwaltung
Stadtrat
Bürgerservice
Bildung
Soziales
Bauen und Wohnen
Sport und Freizeit
Kultur
Vereine
Zensus 2011
Veranstaltungen
Vision Trinitatis
Haus des Gastes Erzhammer
Bibliothek
Theater
Alte Brauerei
Kunstkeller
Carlfriedrich Claus
Galerien
Museen
Festhalle
Adam-Ries-Museum
Erzgebirgsmuseum
Frohnauer Hammer
Manufaktur der Träume
Information
Geschichte
Programm
Besonderes
Shop
Links
Silberbergwerk "Im Gößner"


 
 
 
 

 

Mitten in der Stadt Annaberg-Buchholz, im Hof unseres Erzgebirgsmuseums, befindet sich das Silber-     bergwerk „Im Gößner". Das Ensemble von historischer Innenstadt mit St. Annen­kirche, Erzgebirgsmuseum und Besucherbergwerk stellt eine besondere Konstellation dar: selten ist die Förderung des Silbers und dessen Wirkung auf die spätmittelalterliche Stadtentwicklung, Architektur und Kunst so nahe beieinander erlebbar. Es handelt sich um ursprünglichen  Silberbergbau aus der Blütezeit, ohne  jegliche Einflüsse der „Wismut".

 
 

Der bedeutendste Erzgang im An-naberger Stadtberg ist der Silber- mühlen Flache. Er durchschneidet das gesamte Altstadt­gebiet ein-schließ­lich des Marktplat­zes dia-gonal von NW nach SO.
Besonders an den Schnittstellen mit anderen Gängen konnte man mit größeren erzhaltigen Zonen rechnen. Wohl unmittel­bar nach der Stadtgründung (1496), insbe­sondere bei der Anlage der Bebau-ung,  wurden die  Erzgänge  aufge-

 
 

schlos­sen. So ist aus dem Jahr 1499 bekannt, dass mehrere Ze-chen im Bereich des Silbermühlen Flachen in Betrieb waren. Auf-grund dieser Tatsa­che und dem sehr tages­nahen Verlauf der Gru-ben­baue kann die Anlage der Stre-cken, Abbaue und Schächte im Bereich des Besucherberg­werkes zeitlich ebenfalls in diese Epoche des Silberberg­baues (etwa 1498-1510) eingeordnet werden. Zum befahrbaren Teil gehören die Gänge

 
 

Silbermühlen Flache, Frischglücker Flache oder Reiche St. Barbara Flache, ein unbenannter Spatgang und der alte Kunstschacht, die Gößnerzeche.
Das Besucherbergwerk trägt den Namen des Fundgrübners Andreas Gößner, der zu Beginn des 16. Jahr-hunderts das Grubenfeld in der Umgebung des heutigen Erzgebirgsmuseums besaß. Gößner war der Schwie-gersohn von Andreas Sturtz, des ersten Annaberger Bürgermeisters. Durch den Bergbau war Annaberg damals eine der größ­ten und reichsten Städte Sachsens. Die 1525 vollendete St. Annen­kirche ist ein großarti­ges Zeug-nis jener Blüte­zeit.
Die Rundgang­strecke wurde in den Jahren 1992 bis 1995 ausge­baut. Sie umfasst eine Länge von ca. 260 Meter. Höhenunter­schiede von ca. 24 Meter werden mit Stahltreppen in drei Schächten bewältigt.