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Annaberg-Buchholz und seine Ortsteile
Annaberg-Buchholz mit seinen sechs Ortsteilen ist durch die geschichtliche Entwicklung, aber auch durch seine besondere Topografie ganz unterschiedlich geprägt. Überall gibt es Entdeckenswertes.
Der Stadtteil Annaberg beherbergt in seinen Mauern städtebauliche Werte von besonderem Rang. Die sehenswerte Altstadt, die zu 50% erhaltene Stadtmauer, das architektonisch geschlossene Markt-Ensemble und die größte spätgotische Hallenkirche Sachsens, St. Annen, sind herausragende Zeugnisse historischer Baukunst. Noch heute atmen die Straßen, Wege und Plätze des Zentrums den Hauch einer großen Vergangenheit. Dennoch ist Annaberg kein "Museum", sondern eine wichtige sächsische Kulturstadt. Mit dem Eduard-von-Winterstein-Theater, dem Kulturzentrum "Erzhammer" und dem Adam-Ries-Haus laden überregional bedeutsame Einrichtungen ins Herz der Stadt ein. An der Peripherie von Annaberg zeigen sich deutlich die Spuren des wirtschaftlichen Aufbruchs. In großzügig angelegten Gewerbegebieten sind zahlreiche Firmen aktiv. Darüber hinaus befindet sich hier das Verwaltungszentrum der Region mit wichtigen Behörden und öffentlichen Einrichtungen.
Der Stadtteil Buchholz ist seit Jahrhunderten durch eine außergewöhnliche Terrassenstruktur geprägt. Etwa 10 Höhenmeter über der Flussaue liegt das historische Buchholzer Zentrum mit dem Rathausplatz, dem Buchholzer Rathaus und dem Denkmal Friedrichs des Weisen. Entlang der Karlsbader Straße befindet sich das heutige Geschäftszentrum von Buchholz. Darüber thront auf erhöhtem Platz die St.-Katharinen-Kirche mit dem Hauptaltar der einstigen Klosterkirche aus der Zeit der Stadtgründung. Mit der Silberlandhalle, dem Erlebnisfreibad und sehr aktiven Vereinen ist Buchholz ein wichtiges Zentrum des Sports. Ein großer Eigenheimstandort, sanierte Bildungsstätten, attraktive Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie viel innerstädtisches Grün geben dem Stadtteil auch als Wohnstandort Bedeutung. Ein landschaftlich schönes Umfeld, Hotels, Fremdenzimmer und Pensionen laden Touristen zum Besuch ein.
Im Süden der Stadt liegt Cunersdorf, das sich seit dem 2. Juni 1367 urkundlich nachweisen lässt. Der Ort ist damit die älteste Ansiedlung auf den Fluren von Annaberg-Buchholz. Wirtschaftlich bedeutsam war, dass er sich an der Salzstraße Halle-Zwickau-Böhmen befand. Mit den großen Silberfunden am Ende des 15. Jahrhunderts ging die Entwicklung des Bergbaus einher. In der Grube "Himmlisch Heer" gab es die höchsten Ausbeuten im Annaberger Bergrevier. Heute gibt es die Chance, sich im Besucherbergwerk "Dorotheenstolln" auf Silber-Entdeckungstouren zu begeben. In der Gegenwart sind Textil- und Lebensmittelindustrie, Handwerk und Tourismus prägend für Cunersdorf. Die Eigenheimsiedlung "Schubertfeld" bietet angenehmes Wohnen im Grünen. Seit dem 1. Juli 1998 gehört der Ort zur Stadt Annaberg-Buchholz.
Der Ortsteil Frohnau ist weithin bekannt durch ein einmaliges technisches Denkmal, den berühmten "Frohnauer Hammer". Mit dem Besucherbergwerk und der Bergschmiede "Markus Röhling" finden sich wichtige bergbauliche Sachzeugnisse auf den Fluren der Gemeinde. Die Gartenbahn zieht jährlich mehr Gäste in ihren Bann. Der Tourismus hat im Ort besondere Bedeutung. Ein attraktives Angebot für Senioren gibt es mit dem Wohn- und Pflegezentrum Annaberg-Buchholz. Im Fröbel-Kindergarten wird ein beispielgebendes pädagogisches Konzept verwirklicht. Die renommierte Handtmann-Leichtmetallgießerei sowie Handwerksbetriebe prägen das Wirtschaftsleben. Der seit 1397 urkundlich nachgewiesene Ort wurde am 1. Januar 1996 Teil der Stadt Annaberg-Buchholz.
In idyllischer Lage am Nordosthang des Pöhlbergs liegt Geyersdorf. Die ehemals bäuerliche Ansiedlung erlangte bereits im 14. Jahrhundert durch den Bergbau Bedeutung. Über Jahrhunderte wurde im St. Briccius - der ältesten Grube im Annaberger Bergrevier - Kupfer und Silber gefördert. Die Familie Uthmann hatte hier eigenen Besitz. Heute bestimmen die Erzgebirgische Backwaren GmbH, ein weltweit agierender Betrieb, sowie Gewerbe- und Handwerksbetriebe den wirtschaftlichen Rhythmus des Ortes. Mit dem Naherholungsgebiet Pöhlberg, den einmaligen Heckenfluren am Osthang, dem landschaftlich schönen Pöhlatal sowie dem Hagebuttenweg gibt es attraktive Angebote für Touristen und Erholungssuchende. Seit dem 1. Januar 1999 sind die Geyersdorfer auch Bürger von Annaberg-Buchholz.
Kleinrückerswalde hat eine über 600-jährige Geschichte. Wirtschaftlich geprägt wurde der Ort zunächst durch bäuerliches Leben, ab dem 16. Jahrhundert auch durch den Bergbau. Ertragreiche Gruben befanden sich auf den Fluren der Gemeinde. Heute gibt es ein breites Branchenspektrum. Mit der OPEW Sachsen GmbH und der Ruther & Einenkel GmbH sind große Posamentenbetriebe ansässig. Darüber hinaus hat sich Kleinrückerswalde durch moderne Miet- und Eigentumswohnungen, attraktive Flächen für Eigenheime sowie als familienfreundlicher Wohnstandort einen Namen gemacht. Ein berufliches Schulzentrum, eine Grundschule, eine Förderschule für Behinderte sowie eine private Ausbildungsstätte bieten gute Lernbedingungen.
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