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Corona: Informationen für Familien

Die Abenteuer von Bär Bruno aus der Kita Mäuseburg

Geschlossene Kindertagesstätten, nur einige Kinder in der Notbetreuung - ein Bild aus 2020, was leider aktueller denn je ist. Bereits während des ersten Lockdowns im vergangenen Jahr stand für die Leiterin und die Erzieherinnen der Kita Mäuseburg die Frage im Raum: Wie erreiche ich auch die Kinder zu Hause? Was könnte ihnen eine Freude machen? Die Idee eines Livestreams war geboren, welcher sich speziell an die Kinder richtete. Im Livestream spielte ein Gruppenkuscheltier Namens Bruno der Bär, welcher bei allen Kindern der Betreuungseinrichtung beliebt ist, die Hauptrolle. Der Bär Bruno zeigte den Kindern seinen Alltag und vermittelte somit indirekt Anregungen für Aktivitäten, wie eine Fahrradtour zu unternehmen, einen Spaziergang zu den Kühen zu planen, Geschichten zu lesen, einfach alles, was während des Lockdowns möglich gewesen ist. Bruno klärte die Kinder auch spielerisch zu den Hygieneregeln auf, welche Corona mit sich brachte.

So freut sich die Kita Mäusbeurg umso mehr Teils 2 von Brunos Abenteuern zu präsentieren.

Leiterin Heike Liebig und den Erzieherinnen war es auch bei diesem Teil wichtig, die Kinder mit Ideen anzuregen und zu motivieren. Dabei sehen sie, wenn auch nur am Bildschirm oder Monitor, endlich wenigstens zwei der Erzieherinnen aus der Vorschulgruppe einmal wieder. "Die Kinder können auch gern in alle Briefkästen unserer städtischen Einrichtungen nach wie vor Bilder, Collagen oder Basteleien zu ihren Erlebnissen einwerfen. Zur Wiedereröffnung können dann all die Meisterwerke gemeinsam bestaunt werden", so Heike Liebig.

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Notbetreuung – Tipps für Eltern – gemeinsam durch eine schwierige Zeit

Wie geht es den Kindern in der Corona-Pandemie? Wie kann man sich einen Tag in der Notbetreuung in den Kinderbetreuungseinrichtungen vorstellen? Welche Anliegen haben die Erziehungsberechtigten, deren Kinder nicht in die Notbetreuung fallen? Wie wird mit den Eltern und Kindern zu Hause kommuniziert? Können Tipps von den Erzieher*innen sowie Lehrer*innen den Eltern mit auf den Weg gegeben werden? Wie kann Homeschooling und oder Kleinkindbetreuung zu Hause unter aktuellen Umständen zu Lust statt Frust werden? 
Zu diesen Themen gaben die Leiter*innen in allen Kinderbetreuungseinrichtungen der Stadt Annaberg-Buchholz gern Auskunft.

Aktuelle Situation zur Notbetreuung in den städtischen Einrichtungen

Im Schnitt befinden sich derzeit rund 24 Kinder je Einrichtung in Notbetreuung. Absolute Ausnahme bildet hier die größte Kindertagesstätte "Mäuseburg" mit 60 Kindern. Diese Zahlen variieren jedoch täglich, je nach Betreuungsbedarf, den die Eltern anbringen. In allen Einrichtungen findet ein den Umständen entsprechend normaler, Tagesablauf statt. Dieser natürlich in kleineren Gruppen mit festen Bezugspersonen und Gruppentrennung zur Kontaktminimierung. Durch die wechselnde Kinderanzahl kommt es bei einigen Kindern aber auch leicht zu Verwirrungen und Fragen: "Wo ist…? Wann kommt…? etc. Hier sind die Erzieher*innen gefragt, nach Möglichkeit Sicherheit zu geben und Rituale einzuführen bzw. zu erhalten. Positiv an den kleineren Gruppen ist, dass auf die Kinder und deren Bedürfnisse individuell eingegangen werden kann und auch kleine Wünsche erfüllt werden können. Dies ist im Regelbetrieb aufgrund der Gruppenstärke nur bedingt möglich.

In der Vergangenheit erreichten die Erzieher*innen oftmals Anrufe und Nachfragen der Eltern zu organisatorischen Angelegenheiten wie Anträge zur Notbetreuung, wer fällt in diese und wer nicht. Dieses Thema bietet oftmals Diskussionspotenzial, aber auch Gesprächsbedarf. Manche Erziehungsberechtigte benötigen aber auch einfach mal ein pädagogisches Ohr, möchten ihr Herz ausschütten, über Belastung und Tipps sich austauschen oder einfach auch mal Grüße übermitteln und sich nach dem Ist-Stand erkundigen. Für all die Anliegen bieten die Einrichtungen entweder feste Telefonsprechzeiten oder sind per E-Mail erreichbar und arbeiten die Anliegen sukzessive ab.

Tipps für Familien

Die größte Herausforderung stellt die "Zwischen-den-Welten-Situation" dar. Viele Eltern sind nach wie vor voll berufstätig, dies am regulären Arbeitsplatz oder in Homeoffice. Parallel dazu stellt sich täglich die Frage zur Kinderbetreuung bei den Kleinen und Erledigung des Homeschooling bei Größeren. Um die Großeltern nicht zu gefährden sowie die Minimierung der Kontakte einzuhalten, verzichtet ebenfalls eine Mehrzahl auf Hilfe Dritter. Die Gesamtsituation artet so schnell in Stress aus und endet im Frust aller Beteiligten.

Die Leiter*innen der Einrichtungen raten hier einheitlich zur Erstellung eines Wochenplans, am besten gemeinsam mit den Kindern, sodass sich diese eingebunden fühlen und sich auch damit identifizieren können. Für Kleinkinder, welche noch nicht lesen können, empfiehlt sich hier ein Plan mit Bildchen oder Skizzen. Der Wochenplan sollte ebenfalls einen strukturierten Tagesablauf enthalten. Hier ist es wichtig, mit den Kindern je Woche die Anliegen, Aufgaben und Aktivitäten zu besprechen und somit allen einen Überblick im Vorfeld zu verschaffen.
Geregelte Essens-, Pausen- und Schlafenszeiten sind dabei genauso wichtig wie die Einplanung von Selbstlern- bzw. Beschäftigungsphasen. Den Einbezug in die Aufgaben rund um den Haushalt, aber auch Freizeit und gemeinsame Spiel- und Erlebniszeiten dürfen dabei nicht fehlen. Routinen und fest Abläufe dienen der Vermeidung von Stress und sind für alle Familienmitglieder wohl gerade jetzt wichtiger denn je. 

Zum Bewältigen der aktuellen Herausforderungen ist im Allgemeinen nach dem Motto "weniger ist mehr" vorzugehen. So empfehlen die Leiter*innen der städtischen Einrichtungen, sich den oft selbst auferlegten Druck der permanenten Bespaßung zu nehmen. Die Erziehungsberechtigten müssen vor allem eins sein: authentisch für sich und ihre Kinder - keine Eventmanager oder Alleskönner. Niemand ist perfekt und für alle stellt die aktuelle Lage eine noch nie da gewesene Ausnahmesituation dar. Wichtig ist es, neben der Zeit für sich selbst, die gemeinsame (Frei)Zeit auch entsprechend zu nutzen und zu genießen.

Hier gibt es viele Empfehlungen: Vom Bücher lesen, über einfach Brett- und Kartenspiele, basteln, malen, Neues ausprobieren, einfach mal experimentieren, sich gegenseitig Freiräume gewähren und vor allem raus an die frische Luft zu gehen. Das Winterwetter nutzen und genießen, medienfreie Tage einplanen und auch einfach mal die Seele baumeln lassen - für eine Zeit Sorgen, Nöte, Ängste und Co. verbannen - einfach Familienzeit bewusst wahrnehmen.

Die unterschiedlichen Einrichtungen bieten dazu zum Beispiel bereitgestellte Bastel- und Ideenkisten. Hier können die Kinder kontaktlos Material und Anregungen entnehmen und auch fertige Arbeiten zur Ausstellung nach Wiedereröffnung zurückbringen. Es werden Elternbriefe inklusive Aufgaben, Wochenpläne oder Anregungen von vielen Einrichtungen postalisch oder auf digitalem Weg versendet. Für Vorschüler gibt es gezielte Aufgaben zur Vorbereitung. Auch die Übermittlung von Grüßen und Gesprächen mit den Kindern am Telefon finden durch die Erzieher*innen statt. Einige richteten auch sogenannte Padlets, d. h. digitale Pinnwände für Eltern und Kinder ein. Hier können Texte, Bilder, Videos, Links, Sprachaufnahmen, Bildschirmaufnahmen und Zeichnungen abgelegt werden.

Zur Anregung, Ideenfindung und Beschäftigung können natürlich auch die Möglichkeiten des Internets genutzt werden. Kinderfreundliche und pädagogisch wertvolle Inhalte liefern eine Vielzahl von Webseiten.

Abschließend möchten die Leiter*innen den Eltern und Kindern ein Lob aussprechen. Egal ob in der Not- oder zu Hause Betreuung, alle leisten einen hervorragenden Job und bemühen sich tagtäglich, das Beste aus den Umständen herauszuholen. Es ist in Ordnung, auch einmal keine Motivation oder Kraft zu haben. Eltern und Kinder dürfen auch mal keine Lust haben, etwas zu tun oder etwas nicht bringen. Wichtig ist es doch, gemeinsam durch diese schwierige Zeit zu gehen, sich gegenseitig zuzuhören und zu unterstützen sowie durchzuhalten. Alle freuen sich auf die hoffentlich bald mögliche Wiedereröffnung, die Kinder und Entspannung für alle Beteiligten.

Livestream für Kinder aus der Kita Mäuseburg

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Schließung von Schulen, Internaten und Kindertagesstätten- gültig ab 14. Dezember 2020

Die neue Sächsische Corona-Schutz-Verordnung sieht vor, dass Schulen, Schulinternate und Einrichtungen der Kindertagesbetreuung ab 14. Dezember bis einschließlich 8. Januar 2021 geschlossen bleiben. In der Woche vor und nach den Weihnachtsferien (14. bis 18. Dezember 2020 sowie 4. bis 8. Januar 2021) befinden sich die Schüler in häuslicher Lernzeit. Die Schulbesuchspflicht wird für diese Zeit aufgehoben. Für Schüler der Primarstufe (Grundschule und Förderschule Klassenstufe 1 - 4) sowie für Kita- und Hortkinder wird eine Notbetreuung angeboten. Diese wird in den Grund- und Förderschulen für ihre Schüler und in Horten im Zeitraum 14. bis 18. Dezember 2020 sowie 4. bis 8. Januar 2021 während der üblichen Unterrichts- und Hortzeiten gestattet. Auch an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung ist für dort betreute Kinder am 21. und 22. Dezember 2020 sowie in sonstigen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung während der üblichen Öffnungszeiten eine Notbetreuung möglich. Eine Notbetreuung kann nur dann in Anspruch genommen werden, wenn beide Personensorgeberechtigten (oder der alleinige Personensorgeberechtigte) in einem systemrelevanten Beruf tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Gründe an einer Betreuung des Kindes gehindert sind. Für bestimmte Berufsgruppen genügt es, wenn nur einer der Personensorgeberechtigten beruflich tätig ist und an einer Betreuung des Kindes gehindert ist. Eine Notbetreuung ist auch möglich, wenn das Jugendamt eine drohende Kindeswohlgefährdung feststellt. 

Hinweis:
Eltern können Formblätter zum Nachweis der beruflichen Tätigkeit inklusive der Arbeitgeberbestätigung bis 15. Dezember 2020 den Einrichtungen zur Notbetreuung nachreichen. 

Entschädigung für Eltern bei Schul- und Kita-Schließung

Eltern, die während der Pandemie ihre Kinder betreuen müssen, weil Krippe, Kita, Schule und Hort durch Behörden geschlossen wurden und deshalb vorübergehend nicht arbeiten können, haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Entschädigungsanspruch. Im Infektionsschutzgesetz ist geregelt, dass Betroffene teilweisen Ersatz für ihren Verdienstausfall erhalten.

Anspruchsberechtigt sind erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern bis zum vollendeten 12. Lebensjahr sowie Sorgeberechtigte von Kindern mit Behinderungen, die auf Hilfe angewiesen sind und für die eine Betreuung tagsüber nicht mehr gewährleistet ist.

Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat dazu eine Internetseite mit entsprechenden Informationen sowie einem Antragsformular freigeschaltet.

Beratungen für Eltern

Das Team des Familienzentrums Annaberg bietet in der aktuellen Krisensituation telefonische Beratungen für Eltern an.

Dafür ist lediglich unter der E-Mail-Adresse familienzentrum.annaberg@web.de eine Anmeldung erforderlich. Die Eltern hinterlassen dabei per Mail ihre Telefonnummer. Die Mitarbeiter des Familienzentrums rufen dann zurück.

Kinderzuschlag ab 1. April für bedürftige Familien

Aufgrund der aktuellen Schließungen von Schulen und Kindertagesstätten können Eltern organisatorischen und finanziellen Herausforderungen gegenüberstehen, weil sie ihrer Arbeit nicht wie gewohnt nachgehen können.

Um Familien mit kleinen Einkommen in dieser Situation zu unterstützen, legt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ab dem 1. April 2020 den "Notfall-KiZ", den Notfall-Kinderzuschlag auf. Pro Kind können dabei - je nach Bedarf und Einkommen - monatlich bis zu 185 € gezahlt werden. Detaillierte Infos dazu finden sich unter dem untenstehenden Link.

Kontakt

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Bürgerzentrum
Telefonnummer
03733 425 0
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Dienstag
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Donnerstag
09.00-16.00 Uhr
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