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Traditionelle große Januar-Ausstellung in Annaberg-Buchholz

Pyramiden in der Manufaktur der Träume

Weihnachtspyramiden aus drei Jahrhunderten im Kulturzentrum Erzhammer

Die traditionelle Januarschau im Haus des Gastes Erzhammer in Annaberg-Buchholz ist seit fast 20 Jahren ein Markenzeichen des Erzgebirges und lockt alljährlich Tausende Besucher nach Annaberg-Buchholz. In diesem Jahr öffnet sie vom 14. Januar bis zum 5. Februar 2017 ihre Pforten. Auf über 400 m² gibt sie faszinierende Einblicke in die große Vielfalt von Weihnachtspyramiden aus dem Erzgebirge und dem Vogtland. Sie sind untrennbar mit dem Weihnachtsbrauchtum des Erzgebirges verbunden und inzwischen u. a. in der Schweiz, in den USA, in Japan, Holland und Brasilien sowie in Frankreich zu finden.

Mit der Ausstellung "Weihnachtspyramiden" kehren die Organisatoren zu den Ursprüngen des Erfolgsmodells "Januarschau" zurück: Die erste große Ausstellung dieser Art präsentierte im Jahr 1998 ebenfalls Pyramiden und lockte damit auf Anhieb mehr als 20.000 Besucher in die Berg- und Adam-Ries-Stadt. Auch wenn in den Folgejahren solch hohe Zahlen nicht mehr erreicht wurden, so etablierte sich doch die große Januarschau typischer Volkskunst dauerhaft in der erzgebirgischen Kulturlandschaft. In einer eher besucherarmen Zeit bildet sie einen Veranstaltungshöhepunkt mit überregionaler Strahlkraft. "Weihnachten im Erzgebirge" wird damit bis in den Februar hinein verlängert.

Als im Oktober 2010 das Erlebnismuseum "Manufaktur der Träume" eröffnet wurde, stand die Januarausstellung zunächst auf dem Prüfstand. Verantwortliche der Stadt erkannten jedoch schnell, dass die besucherstarke Januarschau mit ihren spezifischen Themen das Erlebnismuseum in idealer Weise ergänzt. Mit der Ausstellung "Schnitzerland Erzgebirge" wurden die Januarschauen deshalb nach einer Pause ab 2012 erfolgreich weitergeführt.

Pyramiden – Typisches Weihnachtsbrauchtum des Erzgebirges

Diesmal rückt das Thema Pyramiden in den Fokus. In keiner anderen Region Deutschlands lebt das volkskünstlerische Schaffen seit seiner Entstehung aus bergmännischen Wurzeln in so breiten Kreisen der Bevölkerung ohne Unterbrechung bis in die Gegenwart fort. Nachdem Pyramiden zunächst bei großen kirchlichen oder höfischen Festen aufgestellt wurden, zogen Lichterpyramiden ab dem 18. Jahrhundert auch in häusliche Weihnachtsstuben ein. Die Januarausstellung im Erzhammer 2017 zeigt die ganze Vielfalt von Weihnachtspyramiden aus dem Erzgebirge und dem Vogtland. Die Palette reicht von wertvollen historischen Stücken bis zu aktuellen Designerkreationen der Gegenwart. Mit Stab-, Stufen- und Göpelpyramiden, Hänge- und Flaschenpyramiden sind alle typischen Formen, aber auch Materialien wie Holz, Metall und Plastik vertreten. Wertvolle Pyramiden, die zum Teil über Generationen in Familien weitergegeben wurden oder aus dem Schatz renommierter Museen kommen, sind ebenso zu sehen wie herausragende Stücke von Schnitzern und Hobbybastlern.

Oft entstanden Pyramiden und Weihnachtsberge auch als Gemeinschaftsarbeiten von Schnitzvereinen, die gegenseitig um die schönste und originellste Darstellung wetteiferten. Lößnitz gehörte einst zu den Zentren der Pyramidenherstellung. Die Leihgaben des dortigen Schnitzvereins, des ältesten im Erzgebirge, zählen zu den Höhepunkten der diesjährigen Januarschau.

Zahlreiche Leihgaben – wertvolle Schaustücke - Pyramidenfiguren

Einmal mehr haben unzählige Liebhaber erzgebirgischer Volkskunst, Privatsammler und Museen von Schneeberg bis Olbernhau ihre Schätze für die große Januarschau erzgebirgischen Brauchtums zur Verfügung gestellt. Einen besonderen Blickpunkt der Ausstellung bilden neben den Lößnitzer Krippenpyramiden eindrucksvolle neugotische Pyramiden des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung des Museums Perla castrum in Schwarzenberg. Auch eine wertvolle Paul-Schneider-Pyramide wird in der Heimatstadt des Annaberger Schnitzers gezeigt. Der Geburtstag des renommierten Schnitzers, dessen Werke zu den Glanzstücken erzgebirgischer Kunst zählen, jährt sich im Januar 2017 zum 125. Mal.

Als Erinnerung an die Stifterin der Manufaktur der Träume werden zudem besondere Stücke aus dem Depot der großen Volkskunstsammlung von Dr. Erika Pohl-Ströher präsentiert. Zu sehen sind außerdem seltene Pyramiden mit uralten Massefiguren. In diesem Zusammenhang wird an die berühmte Männelmacher-Familie Lahl aus Annaberg erinnert. Ihre Figuren schmückten über Jahrzehnte hinweg erzgebirgische Weihnachtspyramiden und werden in der Gegenwart neu gefertigt.

Insgesamt präsentiert die große Januarschau im Erzhammer Volkskunst und Volkskunsthandwerk des Erzgebirges aus drei Jahrhunderten. Auch aktuelle Entwicklungen, insbesondere aus Seiffener Manufakturen und von wegweisenden Gestaltern wie Gerd Kaden aus Neuhausen werden gezeigt. Neben vielfältigen Exponaten wird vor allem wieder die besondere Inszenierung von Ausstellungsleiter Uwe Moule die Schau in Annaberg-Buchholz zu einem echten Erlebnis werden lassen.

Öffnungszeiten, Service, Parken, Schauvorführungen

Die Januarschau im Haus des Gastes Erzhammer in Annaberg-Buchholz ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3,00 €. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Für alle Besucher wird außerdem ein Kombiticket zum Preis von 7,00 € angeboten, das preiswert den Besuch der Manufaktur der Träume ermöglicht.

An allen Wochenenden sind in der Ausstellung Schauvorführungen von Kunsthandwerkern zu erleben. Auch an die Jüngsten ist gedacht. In einem speziellen Spielbereich können sie sich kreativ entfalten.

Parkplätze für Besucher sind in der Tiefgarage unter dem Annaberger Markt, in den Parkhäusern "Altstadt 1" an der B 101 und "Altstadt 2" an der Buchholzer Straße, auf dem Parkdeck "Karlsplatz", am Parkplatz "Wolkensteiner Tor", auf dem P+R Parkplatz Kätplatz an der B 95 sowie an allen innerstädtischen Hauptstraßen in ausreichender Zahl vorhanden.
Weitere Informationen im Kulturzentrum Erzhammer unter Tel. 03733 425 256.

Ansprechpartner

Person
Dr. Gabriele Lorenz
Funktion
Kulturmanagerin der Stadt Annaberg-Buchholz
Telefonnummer
03733 425256
Faxnummer
03733 425295
E-Mail