Navigation Inhalt Metanavigation Sprachversionen Suche Suchfunktion

Abschlussbergparade in Annaberg-Buchholz am 22. Dezember

Bergparade

Bergmannstradition im Zeichen des UNESCO-Welterbes

Vor 300 Jahren, im Jahr 1719 fand vor den Augen Augusts des Starken die berühmte Bergparade erzgebirgischer Bergleute im Plauenschen Grund statt. Am 6. Juli 2019 wurde die "Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří" in das Verzeichnis des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Insgesamt 22 Bestandteile zeigen beispielhaft die weltweite Bedeutung der montanen Tradition im Erzgebirge.
Besonders sichtbar wird dieses bergmännische Brauchtum zu den Bergparaden. Sie sind Teil des immateriellen Kulturerbes in Deutschland. Träger der Bergparaden ist im Freistaat der Sächsische Landesverband im Bund deutscher Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V.

Den Höhepunkt im "Bergjahr" bildet dabei traditionell die Abschlussbergparade des sächsischen Landesverbandes am vierten Adventssonntag in Annaberg-Buchholz. In diesem Jahr lädt sie am Sonntag, dem 22. Dezember 2019 in die Berg- und Adam-Ries-Stadt ein. Mit rund 1.200 Teilnehmern ist sie diesmal die größte Bergparade Deutschlands im Jahr 2019. Neben zahlreichen sächsischen Bergmannsvereinen beteiligen sich Gastvereine aus anderen deutschen Bergbauregionen, u.a. aus Hessen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg sowie aus der Tschechischen Republik an der Parade. Den glanzvollen Schlusspunkt setzt das große Bergkonzert an der berühmten Annenkirche. Es wird diesmal von zehn Bergkapellen und etwa 320 Bergmusikern musikalisch ausgestaltet. Ministerpräsident Michael Kretschmer, Vertreter der sächsischen Landesregierung und des Oberbergamtes Freiberg werden ebenfalls der Bergparade in Annaberg-Buchholz ihre Reverenz erweisen.

Angeführt von Mitgliedern des Bundes- und Landesvorstandes der deutschen Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine, der sächsischen Landesstandarte, der gastgebenden Bergknapp- und Brüderschaft "Glück auf" Frohnau/Annaberg-Buchholz e.V. sowie dem Bergmusikkorps "Frisch Glück" Annaberg-Buchholz e.V. bewegt sich die Annaberger Bergparade am 22. Dezember ab 13.30 Uhr vom Busbahnhof über die Wolkensteiner Straße, den Annaberger Markt zum Eduard-von-Winterstein-Theater. Danach geht es zurück zum Markt und zur Annenkirche. Vor der Kulisse der größten spätgotischen Hallenkirche Sachsens gibt es zum Abschluss ab etwa 14.30 Uhr ein großes Bergkonzert.
Zehntausende Gäste erleben in jedem Jahr dieses Glanzlicht bergbaulicher Brauchtumspflege. Bergmannsvereine aus den großen sächsischen Bergstädten entlang der berühmten "Silberstraße", wie z. B. aus Zwickau, Schneeberg, Schwarzenberg, Marienberg und Freiberg sowie aus anderen Bergbauorten zeigen sich den Besuchern im prächtigen Berghabit. Für den musikalischen Rahmen sorgen bekannte Bergmannsmärsche und die "Hymne" der Bergleute "Glück auf, der Steiger kommt".

Wie in alter Zeit präsentieren sich die bergmännischen Traditionsvereine in standesgemäßer Ordnung, ein kulturhistorisches Erlebnis besonderer Art und eine eindrucksvolle Reverenz an die erzgebirgisch-sächsische und deutsche Bergbaugeschichte und -gegenwart. In Annaberg-Buchholz versteht man die große Bergparade am vierten Advent als Zeichen besonderer Wertschätzung durch bergmännische Traditionsvereine.

Das MDR-Fernsehen nimmt die Bergparade am 22. Dezember 2019 in Annaberg-Buchholz von 16.00 bis 17.20 Uhr zum Anlass für die große Fernsehsendung "Adventszauber - Bergparaden und Lichterglanz im Erzgebirge".

Bergparade

Reverenz an Silberstadt - lebendige Traditionspflege - aktiver Bergbau

In der Berg- und Adam-Ries-Stadt Annaberg-Buchholz ist der Atem einer über fünfhundertjährigen Bergbaugeschichte noch heute in vielfältiger Weise spürbar.
In der Stadt gehören u.a. drei Bergbaulandschaften, Besucherbergwerke, Annen- und Bergkirche, Rathaus, Adam-Ries-Haus und Frohnauer Hammer sowie weitere bedeutende Gebäude der Altstadt zum UNESCO-Welterbe "Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří".   

Lebendige Brauchtums- und Traditionspflege prägt das städtische und kulturelle Leben. Als einzige Stadt in Deutschland gibt es in Annaberg-Buchholz die Chance, gleich in vier bedeutende Gruben des 16. Jahrhunderts einzufahren. Heute werden sie als Besucherbergwerke von drei engagierten Vereinen und der Stadt betrieben.
Der "Dorotheastolln" stellt die ertragreichste, der "Markus-Röhling-Stolln" die tiefste und die Grube "St. Briccius" die älteste Fundstätte des Annaberger Grubenreviers dar. Das Besucherbergwerk "Im Gößner"  lädt mitten in der historischen Altstadt, im Hof des Erzgebirgsmuseums dazu ein, zu den bergbaulichen und monetären Wurzeln der Stadt vorzudringen.

Die St. Annenkirche birgt mit dem berühmten Bergaltar von Hans Hesse (1521) die früheste Darstellung der Technologie des Silberbergbaus in Sachsen und der Frohnauer Hammer - einst städtische Münze und Bergschmiede - repräsentiert das erste technische Denkmal der Bergbau- und Industriegeschichte in Sachsen. In der "Schatzkammer der Rechenkunst", kann die Wirkungsstätte des berühmten Bergbeamten und Rechenmeisters Adam Ries in Augenschein genommen werden, der von 1522/23 bis zu seinem Tod 1559 in Annaberg wirkte.

Die Bergkirche St. Marien im Annaberger Stadtzentrum ist die einzige knappschaftliche Sonderkirche Sachsens. Von 1502 bis 1511 wurde ihr Bau ausschließlich mit Geldern der Bergknappschaft finanziert. Bis ins 19. Jahrhundert bezahlte die Knappschaft ihre Bergprediger selbst. Heute beherbergt die Kirche das berühmte Holzkunstwerk "Bergmännische Krippe" mit 32 meisterhaft geschnitzten Großfiguren.
Die Manufaktur der Träume lädt dazu ein, bergmännische Kultur kennen zu lernen. Die Bergparade August des Starken von 1719 im Miniaturformat, Buckel- und Flaschenbergwerke, zahlreiche geschnitzte Bergleute, Miniaturbergwerke sowie ein Kastenbergwerk mit dem Motiv des berühmten Annaberger Bergaltars zeigen in vielfältiger Weise erzgebirgisch-sächsische Bergbau- und Volkskunstgeschichte.

Darüber hinaus gibt es mit der Bergknapp- und Brüderschaft "Glück auf" Frohnau e.V., dem Bergmusikkorps "Frisch Glück" Annaberg-Buchholz/Frohnau e.V., sowie den Vereinen "Altbergbau Markus-Röhling-Stolln Frohnau e.V., "IG Altbergbau Dorotheastollen Cunersdorf e.V." und der "Gewerkschaft St. Briccius e.V." aktive Interessengemeinschaften, die sich die bergmännische Traditionspflege und die Bewahrung bergmännischer Sachzeugen auf die Fahne geschrieben haben.

Vor sechs Jahren, im Jahr 2013 begann erneut der aktive Bergbau im Erzgebirge. Südlich von Annaberg-Buchholz, in Niederschlag bei Bärenstein, werden Fluss- bzw. Schwerspat abgebaut, begehrte Rohstoffe in der Bohr- und Röntgentechnik, für Teflon und Gore-Tex sowie die Automobilindustrie. Geschätzte drei Millionen Tonnen Spat liegen in Niederschlag, Arbeit für etwa 30 Jahre. Außerdem werden gegenwärtig im Erzgebirge Lagerstätten für andere Minerale, Erze und Metalle erkundet. Hauer und Steiger werden künftig nicht mehr nur als Mitglieder von Bergparaden zu sehen sein, sondern für die Arbeit unter Tage ganz konkret benötigt.

Bergparade

Parkplätze und Verkehr - Zentralparkplatz und ÖPNV nutzen

Besucher der Bergparade in Annaberg-Buchholz können Parkplätze u. a. auf dem Zentralparkplatz "Kätplatz" an der B 95, im Parkhaus "Altstadt 1" an der B 101 und im Parkhaus "Altstadt 2" an der Scheibnerstraße nutzen. Zudem stehen Parkplätze an der Ernst-Schwerdtner Straße am Landratsamt des Erzgebirgskreises zu Verfügung.

Busfahrern wird empfohlen, ihre Fahrzeuge auf dem Zentralparkplatz Kätplatz abzustellen. Vom Zentralparkplatz Kätplatz fährt bis 12.00 Uhr ein Citybus in die Annaberger Innenstadt. Behindertenparkplätze befinden sich u.a. an der Klosterstraße. Die Stadt empfiehlt, für die Anreise nach Möglichkeit Busse sowie die Erzgebirgsbahn zu nutzen.

Im Zusammenhang mit der Bergparade wird am 22. Dezember 2019 die Geyersdorfer Straße von 10.00 bis voraussichtlich 16.00 Uhr voll gesperrt. Auf der Adam-Ries-Straße, Wolkensteiner, Buchholzer und Klosterstraße, im unteren Teil der Kleinen und Großen Kirchgasse sowie auf der Scheibnerstraße gilt die Sperrung von 13.30 bis etwa 15.15 Uhr. In den genannten Zeiten ist keine Ausfahrt aus dem Parkhaus "Altstadt 2" sowie aus dem Parkplatz am Wolkensteiner Straße 40 möglich. Auf den genannten Straßen sind ab 10.00 Uhr Haltverbote ausgewiesen. Die Stadt empfiehlt, für kleinere Besorgungen auf umliegende Parkplätze, wie z. B. die Parkhäuser Altstadt 1 und 2 sowie die Tiefgarage Markt auszuweichen.

Die Stadtverkehrslinie A bedient im Zeitraum von 13.00 bis 16.00 Uhr statt der Haltestelle Markt die Haltestelle Gerisch Ruh an der B 101.

Im Hinblick auf eine große MDR-Produktion müssen außerdem das Parkdeck Karlsplatz sowie die Museumsgasse vom 21. Dezember, 15.00 Uhr bis voraussichtlich 22. Dezember 2019, 22.00 Uhr voll gesperrt werden.  

Ansprechpartner

Person
Christian Eberhardt
Funktion
SG Eventmanagement/Märkte
Telefonnummer
03733 425282
Faxnummer
03733 425295
E-Mail