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Traditionelles Pyramidenanschieben in Annaberg-Buchholz

Gleich sieben Ortspyramiden wurden am 1. Adventswochenende in Annaberg-Buchholz in Gang gesetzt. Den Auftakt machte traditionell am 27. November das Schauspiel "Lebendige Marktpyramide" auf dem Annaberger Markt. Alle 18 Figuren wurden dabei "lebendig" und stellten sich den zahlreichen Gästen vor. Auf der Pyramide findet sich der wettinische Herzog Georg der Bärtige, der am 21. September 1496 die "Neue Stadt am Schreckenberg", das spätere Annaberg, gründen ließ. Dargestellt ist auch der deutsche Rechenmeister und Bergbaugelehrte Adam Ries, der von 1523 bis zu seinem Tod im Jahr 1559 in der Erzgebirgsstadt wirkte. Eine Reverenz erweist man der ersten deutschen Montanunternehmerin und Bortenverlegerin Barbara Uthmann, die vor 500 Jahren geboren wurde und die im 16. Jahrhundert von Annaberg aus maßgeblich zur Entwicklung des Montanwesens und zur Verbreitung des Bortenwirkens beitrug. Mit der Darstellung Daniel Knappes -alias Caspar Nietzelt- wird des großen Silberfundes am 28. Oktober 1491 gedacht, der letztlich zur verstärkten Besiedlung des Erzgebirges und zur Stadtgründung Annabergs führte. Darüber hinaus findet sich mit der heiligen Anna die Namensgeberin der Stadt auf der großen Marktpyramide. Mit Georgius Agricola ehrt man einen Bergbaugelehrten, der mit dem berühmten Buch "De re metallica" im 16. Jahrhundert ein Grundwerk für das gesamte Montanwesen schrieb. Außerdem sind typische Handwerker, wie z. B. Bergmann, Posamentierer und Klöpplerin auf der Annaberger Marktpyramide dargestellt.

Oberbürgermeister Rolf Schmidt begrüßte die zahlreichen Gäste aus Nah und Fern ganz herzlich in Annaberg-Buchholz und eröffnete offiziell den diesjährigen Annaberger Weihnachtsmarkt.

Ebenfalls am 27. November wurde am Frohnauer Hammer die Frohnauer Ortspyramide angeschoben. Die Jüngsten der Kindertagesstätte "Kleine Silberlinge" sorgten dabei für ein adventliches Programm.

Im Ortsteil Kleinrückerswalde lud der Kultur- und Heimatverein zum Pyramidenanschieben an die örtliche Grundschule ein. Engel und Bergmann, Weihnachtsmann und Kurrende sorgten dabei für den stimmungsvollen Rahmen.

Am 28. November startete mit dem traditionellen Anschieben der Ortspyramide das weihnachtliche Backofenfest in Geyersdorf. Danach gestalteten die Pöhlbachmusikanten sowie Kinder des örtlichen Naturkindergartens in der Turnhalle des Ortes ein buntes Programm.

Für die Einwohner des Barbara-Uthmann-Rings gab es auch in diesem Jahr ein adventliches Pyramidenanschieben in ihrem Wohngebiet. Zahlreiche Bürger erfreuten sich an der ehemaligen Mittelschule an der festlichen Veranstaltung.

Im Stadtteil Buchholz lud das traditionelle Pyramidenanschieben an die Karlsbader Straße ein. Mit einer kurzen Andacht wurde dabei die Adventszeit in der Annaberger Schwesterstadt eröffnet. Buchholzer Posaunenchor, Kurrende und Nachtwächter umrahmten die traditionelle Feierstunde musikalisch.

Stimmungsvoll war auch das Anschieben der Cunersdorfer Ortspyramide. Am neugestalteten Haus der Vereine gegenüber der Kirche sorgte u. a. der Cunersdorfer Posaunenchor für adventlich-weihnachtliche Klänge.

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