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Erfolgreicher Architektenwettbewerb Frohnauer Hammer

Chemnitzer Büros durch Jury als Preisträger gekürt

Der Architektenwettbewerb für eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Erzgebirges, den Frohnauer Hammer in Annaberg-Buchholz, ist abgeschlossen. Am 15. April 2016 ermittelte eine hochkarätig besetzte Jury aus 13 Fach- und Sachpreisrichtern vier Preisträger. Vorausgegangen waren drei Auswahlrunden, in denen die eingesandten Entwürfe genau in Augenschein genommen wurden. Die Resonanz war riesig. Insgesamt 82 Gestaltungsvorschläge kamen aus ganz Europa sowie den USA, sowie von Büros aus ganz Deutschland.
Sieger wurden das Architekturbüro Keller GmbH gemeinsam mit der sLandArt Stefan Leiste, Landschaftsarchitektur, beide aus Chemnitz. Ihr Wettbewerbsbeitrag erfüllte die ausgeschriebenen Kriterien in hervorragender Weise. Fast unmerklich und sehr dezent fügt sich das geplante Besucherzentrum des Frohnauer Hammers in den Hang rechts neben dem Herrenhaus ein. Auch die Gestaltung der Außenanlagen mit Parkplätzen und Grünelementen überzeugte. Das Votum der Jury war einstimmig. Weitere Preise gingen an die Bietergemeinschaften Atelier Penzis/Daniel Schlüpfer aus Zürich, Löser Lott Architekten GmbH, Berlin/Nicole Meier Landschaftsarchitekten, München sowie die MPA Müller Murr Partner Architekten mbH, Dresden/UKL Ulrich Krüger Landschaftsarchitekten, Dresden.

Oberbürgermeister Rolf Schmidt zeigte sich sehr erfreut über die große Resonanz des Wettbewerbs und die, so wörtlich, "unglaubliche Vielfalt" der Ideen, aber auch über die sehr gelungene Lösung des Siegerteams: "Wir brauchen kein Disneyland. Das historische Ensemble des Frohnauer Hammers muss im Mittelpunkt stehen."
Unter den Wettbewerbsbeiträgen befanden sich auch exotische und gewagte Entwürfe, z. B. eine Seilbahn vom Frohnauer Hammer in die Annaberger Innenstadt, pyramidenförmige oder quadratische, allerdings sehr massive Neubauten aus Glas, Metall oder Beton oder fast hypermoderne Konstruktionen.

In den nächsten Wochen werden die Annaberg-Buchholzer Stadträte in die weitere Planung einbezogen. Parallel dazu prüft die Stadt, welche Förderprogramme für die Realisierung genutzt werden können. Ziel ist es, in diesem und im nächsten Jahr die Planungsarbeiten zum Abschluss zu bringen und bis 2020 das ehrgeizige Projekt der Aufwertung des Frohnauer Hammers und seines Umfeldes in die Tat umzusetzen. Die Vorarbeiten laufen seit dem Jahr 2014. Wesentliche Beweggründe für den Wettbewerb waren der Verschleiß und notwendige Reparaturen an der historischen Anlage, eine generelle inhaltliche und optische Aufwertung des geschichtsträchtigen Areals, eine barrierearme Gestaltung sowie die Integration eines neuen Besucherzentrums, auch vor dem Hintergrund der Bewerbung zum UNESCO-Welterbe "Montanregion Erzgebirge".

Ansprechpartner

Person
Dagmar König
Funktion
Sachgebietsleiterin Planung
Telefonnummer
03733 | 425 263
Faxnummer
03733 | 425 142
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