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Bergparade 2016

Glanzlicht: Bergparade im Advent am 18. Dezember 2016

Die Abschlussbergparade des sächsischen Landesverbandes im Bund deutscher Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. am vierten Adventssonntag in Annaberg-Buchholz gestaltete sich erneut zu einem Glanzlicht bergmännischer Traditionspflege. In diesem Jahr stand sie unter einem besonders hellen Stern. Die Bergparaden in Sachsen gehören ab sofort zum immateriellen Kulturerbe Deutschlands. Vor wenigen Tagen folgte die Kultusministerkonferenz einem Vorschlag der deutschen UNESCO-Kommission. Die Bergparaden wurden dabei in das entsprechende Verzeichnis aufgenommen. Nicht zuletzt deshalb erwiesen Ministerpräsident Stanislaw Tillich, die Sächsischen Staatsminister Martin Dulig, Barbara Klepsch sowie Prof. Dr. Georg Unland, Bundes- und Landtagsabgeordnete, Landrat Frank Vogel, der OB der Annaberg-Buchholzer Partnerstadt Weiden, Kurt Seggewiß sowie Prinz Georg und Prinzessin zur Lippe der Bergparade in Annaberg-Buchholz ihre Reverenz. Mit über 1.000 Teilnehmern war sie im Jahr 2016 die größte Bergparade im Advent. Neben zahlreichen sächsischen Bergmannsvereinen beteiligten sich Bergmannsvereine aus vielen anderen Bergbauregionen, z. B. aus dem Saarland und aus Hessen, aus Thüringen und Sachsen-Anhalt sowie aus der Tschechischen Republik.

Den glanzvollen Schlusspunkt setzte das große Bergkonzert an der Annenkirche. Es wurde von über 250 Bergmusikern musikalisch ausgestaltet. OB Rolf Schmidt begrüßte dabei Besucher aus allen deutschen Bundesländern, aus Holland, der Schweiz und Österreich, aus der Tschechischen Republik sowie aus vielen anderen
Ländern. Wörtlich sagte er u. a.: "Diese Bergparade zeigt die bergbaulichen Wurzeln unserer Stadt, des Erzgebirges, des Freistaates Sachsen und vieler anderer Bundesländer. Bergmännische Traditionen sind für mich vor allem auch innere Werte, wie Zusammenhalt und gegenseitige Solidarität. Seit über 750 Jahren zeigen die Knappschaften, dass diese Grundhaltung ein zukunftsfähiges Modell im Zusammenleben der Menschen ist. Ich wünsche mir diese bergmännische Grundhaltung für uns alle". Herzlich dankte er allen, die regionaltypisches Brauchtum erhalten und in die Zukunft tragen. Ministerpräsident Stanislaw Tillich überbrachte ebenfalls herzliche Grüße der Staatsregierung an die Teilnehmer der Bergparade sowie die anwesenden Gäste.

Insgesamt nahmen 41 Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine sowie sieben bergmännische Musikvereine an der Bergparade in Annaberg-Buchholz teil. Das Gros davon kam aus Sachsen und den Bergstädten entlang der berühmten "Silberstraße". Vom Annaberger Busbahnhof führte die Parade bis zum Eduard-von-Winterstein-Theater, zurück zum Annaberger Markt und hinausf zur Annenkirche. Rund 30.000 Besucher erlebten die großartige bergmännische Präsentation. Für den
musikalischen Rahmen sorgten stimmungsvolle Bergmannsmärsche sowie die bekannte Hymne der Bergleute "Glück auf, der Steiger kommt".

Erneut zeigte der vierte Advent in Annaberg-Buchholz, dass die südsächsische Region voll ihrem bergbaulichen Erbe steht und der Antrag zur Aufnahe der
"Montanregion Erzgebirge" in das UNESCO-Welterbe seine volle Berechtigung hat. Ein Dank gilt allen, die vor und hinter den Kulissen die Bergparade erneut zu einem unvergesslichen Ereignis werden ließen. Im kommenden Jahr lädt die Abschlussbergparade des Sächischen Landesverbendes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine bereits am Samstag vor dem 4. Advent, am 23. Dezember 2017 nach Annaberg-Buchholz ein.

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