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Revolution Train in Annaberg-Buchholz

Aktive Drogenprävention im Erzgebirge

Vom 7. bis zum 9. November 2016 startete in Annaberg-Buchholz ein Pilotprojekt in der aktiven Drogenprävention, das sachsen- und deutschlandweit eine Premiere darstellt. Drei Tage lang steht der "Revolution-Train" am unteren Bahnhof der Erzgebirgsstadt.

Wie der Name schon sagt, ist der Zug eine wirkliche Revolution in der aktiven Drogenprävention. Drei Tage lang haben Schüler aus Oberschulen und Gymnasien im Zug in Annaberg-Buchholz die Möglichkeit, mit allen Sinnen den Weg eines Drogenabhängigen zu erleben. Danach macht der Zug am 10. und 11. November Station in Schwarzenberg sowie vom 12. bis 15. November 2016 in Plauen.

Die Inszenierung im Zug nimmt die Besucher vom scheinbar harmlosen Einstieg über mehrere Stationen bis zum Tod des Protagonisten Marcel mit. Die absolut real und interaktiv gestalteten Situationen aus dem Leben eines Abhängigen basieren auf einer realen Lebensgeschichte. Stationen sind u.a. die erste Droge auf einer Party, eine Autofahrt unter Drogen mit tödlichem Ausgang, die anschließende Verhöre, die Verurteilung sowie der "goldene Schuss", die tödliche Überdosis. Hoffnung macht ein zweiter dargestellter Lebensweg, in dem eine junge Mutter von ihrer Sucht freikommt und mit ihrem kleinen Sohn ein neues Leben beginnt.

Die meist jugendlichen Besucher kommen meist tief bewegt aus dem Zug. Diese nachhaltigen Eindrücke sollen für eine zielgerichtete Drogenprävention genutzt und in Schulen von Stadt und Landkreis nachbereitet werden. Bereits im Zug beantworten die Jugendlichen 36 Fragen, u.a. zu ihren Freizeitverhalten, zu ersten Erfahrungen mit Drogen und zu den Eindrücken in den Filmsequenzen und realen Szenarien, die gezeigt werden. Das pädagogische Konzept arbeitet nicht mit erhobenen Zeigfinger, sondern will Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen helfen, die Risiken und harten Folgen von Drogen mit allen Sinnen zu erkennen und gute Entscheidungen für ihr Leben und ihre Gesundheit zu treffen.

Hinter dem Revolution Train steht der Stiftungsfonds Neues Tschechien. Projektmanager ist Pavel Tuma. Er sagt: "Wenn wir in der Drogenpolitik  nicht zusammenarbeiten, kann aus Crystal Meth  bald ein europaweites Problem werden. Die Einstellung der Gesellschaft zur Drogenprävention ist immer noch lauwarm. Der Anti-Drogen-Zug hat das Potenzial, genau das zu ändern." Und Rolf Schmidt, der OB von Annaberg-Buchholz ergänzt: "Uns kann die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen nicht gleichgültig sein. Der Revolution Train ist genau der richtige Weg, um ihnen die Gefahren des Drogenkonsums zu zeigen. Ich danke allen, die dieses deutsch-tschechische Gemeinschaftsprojekt unterstützen".

Partner und Sponsoren

Partner und Sponsoren des aktuellen Projektes sind u.a. ein deutsch-tschechischen Gemeinschaftsprojekt, die Stadtwerke Annaberg-Buchholz, der Erzgebirgskreis, OA Ralf Rasch vom Erzgebirgsklinikum, die Suchtberatung VIP Annnaberg e.V., Vertreter der Polizei, der Erzgebirgsbahn, die Nationale Antidrogenzentrale der Tschechischen Republik, die Städte Schwarzenberg, Vejprty und Plauen, Erzgebirgssparkasse, Rotarier, Lions und Wirtschaftsjunioren, außerdem Erzgebirgsbahn, VMS und RVE, Artis dent und AOK Plus, Vertreter sächsischer und tschechischer Ministerien sowie weitere tschechische Partner.

Ansprechpartner

Person
Christina Linke
Funktion
Fachbereichsleiterin Bildung, Soziales & Sport
Telefonnummer
03733 425-250
E-Mail

Ansprechpartner

Person
Annett Dietrich
Funktion
AK Drogenprävention
Telefonnummer
03733 425-252
E-Mail