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Tag des offenen Denkmals 2016

Großes Interesse für Stadt- und Klostergeschichte

Zu einem tollen Erfolg gestaltete sich der diesjährige Tag des offenen Denkmals am 11. September in Annaberg-Buchholz. In diesem Jahr stand er unter dem Motto "Gemeinsam Denkmale erhalten". Allein in Deutschland wurden rund 7.500 Objekte gezeigt. In Annaberg-Buchholz lockten die Ausgrabungen am ehemaligen Annaberger Franziskanerkloster sowie der Turm der Annenkirche etwa 800 interessierte Besucher an. Die von 1502 bis 1512 erbaute, etwa 3.200 m² große Anlage gehörte im 16. Jahrhundert zu den bedeutendsten Klöstern in Sachsen. Fachleute des Sächsischen Landesamtes für Archäologie zeigten und erläuterten dabei den Besuchern die vorgefunden baulichen Reste und Einzelfunde. Darunter befanden sich sehenswerte Relikte der Klosterzeit sowie der Ära als Münzstätte, wie z. B. Mauern der Klausurgebäude und vom Kreuzgang sowie hunderte keramische Objekte. Bis zum Jahr 2021 soll im ehemaligen Klosterareal im Auftrag des Freistaates Sachsen das zentrale Finanzamt des Erzgebirgskreises entstehen. Im Vorfeld der Baumaßnahmen führt das Landesamt für Archäologie zwischen April 2016 und Februar 2017 Ausgrabungen durch.
 
In der Annenkirche nutzten Interessierte zum Tag des offenen Denkmals die seltene Chance, den Kirchturm bis hinauf in die Turmlaterne und zur Häuerglocke zu besteigen. Während des Auf- und Abstiegs konnten u. a. der Glockenstuhl, der riesige Dachboden der Kirche sowie das Turmuhrwerk besichtigt sowie Einblick genommen werden in die Geschichte der Annaberger Türmer. Besonders sehenswert war ein Modell der Annenkirche, das Dieter Fiedler aus Annaberg-Buchholz im Maßstab 1:100 detailgetreu gefertigt hatte. Außerdem lud die Türmerfamilie Melzer - einzige Türmerfamilie Deutschlands - zu spannenden Führungen durch den Turm ein.   

Im Frohnauer Hammer gab es einen Ausblick auf die geplante Umgestaltung und Aufwertung der Museumsanlage sowie einen Rückblick auf den bisherigen Erhalt des technischen Denkmals. In der Bergkirche St. Marien wurden den Besuchern das Holzbildhauerkunstwerk "Bergmännische Krippe" mit seinen 35 Figuren sowie die bereits begonnene Restaurierung des Altars vorgestellt.

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Pressesprecher
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