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Historie

Das größte Volksfest seiner Art in Sachsen kann auf eine ganz besondere Tradition verweisen.

Im Jahre 1519 wurde der außerhalb der Stadtmauern, hinter dem Hospital gelegene Friedhof, durch  Bischof Johann VII. von Meißen in einer feierlichen Zermonie mit heiliger Erde aus Rom geweiht. Eine päpstliche Bulle bestimmte, dass der Annaberger Gottesacker gleichen Segen, Ablass und Vergebung spenden solle wie das "Campo Santo" (heilige Feld) in Rom. Weiterhin wurde die Hospitalkirche der Trinität (Dreieinigkeit) geweiht. Ab 1520 fand jährlich zum Trinitatisfest eine Wallfahrt zu Kirche und Friedhof statt. Nach der Reformation (1539) wandelte sich der Charakter des Festes, aus der Wallfahrt wurde zunächst ein sommerliches Totenfest im evangelischen Sinne, später Jahrmarkt und Rummel.

Da das ursprüngliche Festgelände zu klein wurde, rückte der Festort 1869 auf die Schützenwiese oberhalb des Schutzteiches. Der Name "Kät" wird von der mundartlichen Aussprache des Wortes Dreieinigkeit (Dreiaanigkät) abgeleitet.

Die Annaberger KÄT im Wandel der Zeiten – 1938

Das Jahr 1938, ein dunkles Kapitel in der deutschen Geschichte, das aber nichtsdestotrotz kein Abbruch im KÄT-Fieber der Annaberger darstellt. Wie viele andere deutsche Volksfeste fiel auch die KÄT den Nationslsozialisten zum Opfer, wurde für deren Zwecke nicht nur instrumentalisiert sondern auch neuen Gesetzen und Verordnungen unterworfen. So wurden etwa jüdische Schausteller denunziert und ausgeschlossen. Andere Schausteller passten sich an und nutzen ideologische Botschaften für Standardgüter wie "echter deutscher Kuchen" oder positionieren sich selbst als "arischer Betreiber". Wie genau die KÄT damals begangen wurde, welche Fahrgeschäfte vertreten waren und ob es damals bereits ein Höhenfeuerwerk gegeben hat, seht ihr im Video! 

Ein weiteres Highlight ist die Ballonfahrt von Elvira Wilson. Das Besondere an der Akrobatin: sie bot den Zuschauern stets eine waghalsige Show und ließ sich in luftigen Höhen kopfüber an einer Strickleiter hängend nach unten fallen, wobei sie sich mit ihren starken Beinmuskeln festhielt. Danach stieg sie wieder zurück in den Korb des Ballons und flog über Geyer bis nach Zschoken. 

Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 bis zum Kriegsende fällt das Volksfest für mehrere Jahre aus. Und das ist weder das erste noch das letzte Mal. Weitere Kriege, Hungersnöte, Pest und Naturkatastrophen führten zu mehreren Zwangspausen. Erst 1946 empfängt Annaberg wieder Schausteller aus allen Ecken des Landes und das bunte Treiben nimmt wieder seinen Lauf. 

Video: Steffen Groß

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1964

Mangel, Bratwurst, Broiler und noch mehr Mangel prägten die Kät in der Zeit der DDR. Dennoch blieb die grundsätzliche Versorgung stets gewährleistet, was vor allem dem damaligen Kät-Komitee zu verdanken ist. Wirtschaftlich haben der reale Mangel und die fehlende Vielfältigkeit trotzdem starke Auswirkungen auf das beliebte Volksfest. Die Besucherzahlen sinken drastisch, das Ansehen leidet. Die problematische wirtschaftliche Lage reißt ein Loch in die Stadtkassen. Woraufhin diese zu starken Einsparungen gezwungen wird - ein Teufelskreis. Manche Speisen waren daher bereits kurz nach der Eröffnung ausverkauft, was die Besucher verärgert. Wie die Atmosphäre trotz dieser wirtschaftlichen Probleme war, seht ihr in dem Video. 

Video: Wolfram Olbert

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