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Spannende Museumsnacht zum Thema „Reisen“

Die 9. Museumsnacht in Annaberg-Buchholz stand am 2. Oktober unter der Überschrift "Reisen". Von 19.00 bis 24.00 Uhr nutzten zahlreiche Besucher die spannenden Angebote im Frohnauer Hammer, im Erzgebirgsmuseum und in der Manufaktur der Träume. Außerdem öffneten das Adam-Ries-Haus, die Annenkirche und der Kirchturm, die Bergkirche St. Marien sowie der Studienraum Carlfriedrich Claus ihre Pforten.
Das Thema "Reisen" wurde durch den Gedanken inspiriert, dass Menschen, ihre Ideen und Produkte schon immer in Bewegung waren, im Austausch standen und dadurch neue Entwicklungen möglich machten. Besonders im Blickpunkt stand die Zeit der Reformation: Wie kamen Adam Ries und Künstler der Annenkirche ins Erzgebirge, welchen Weg nahmen Reformatoren, Kaffee und Lichtertürken? Diese und andere Fragen wurden beantwortet.

Zum Auftakt im Erzgebirgsmuseum begrüßte Oberbürgermeister Rolf Schmidt auch Oberbürgermeister Kurt Seggewiss und weitere Gäste aus der Partnerstadt Weiden. Auch sie begeisterte das außergewöhnliche Flair der Museumsnacht. Besonders beliebt bei den Gästen waren Bergwerksführungen sowie Sonderführungen zu Klöppelspitzen und zur Reformation im Erzgebirgsmuseum. Im Besucherbergwerk "Im Gößner" stiegen insgesamt 16 Gruppen bis in den späten Abend in die Welt unter Tage. In der Annenkirche fand Kunsthistorikerin Claudia Kunde viele interessierte Zuhörer für ihren Vortrag zur Kunst und Kirchenpolitik Herzog Georgs von Sachsen. Lohnend war der Aufstieg auf den Kirchturm. In 35 Metern Höhe gab es traumhafte Ausblicke über Annaberg-Buchholz und das Erzgebirge sowie Einblicke in die Glocken von St. Annen. Jeweils zur vollen Stunde erklangen die Rufe des Türmers.

In der Manufaktur der Träume lockten eine musikalische Tour durch die Jahrhunderte, das Mundartstück "'s gruße Lus oder eine Reise nach Weipert" sowie die wundersame Welt der Lichtertürkens und des Kaffees. Gleich daneben lohnte sich die Einkehr im Adam-Ries-Museum.
Aufschlussreiche Touren in das Leben und Werk des berühmten Rechenmeisters, mathematische Spiele sowie Rätsel zur Herkunft von Sprichwörtern sorgten für Kurzweil.
Im Studienraum Carlfriedrich Claus ging Diplom-Psychologin Margit Herrmann mit den Besuchern auf eine Reise ins eigene Ich. Außerdem gab Margit Kreißl Einblicke in das Leben und Werk des Malers, Künstlers und Philosophen Carlfriedrich Claus. Dagmar Ranft-Schinke aus Chemnitz las aus den Briefen von Künstlern.

In der Bergkirche St. Marien am Annaberger Markt gingen Besucher auf eine leckere, zum Teil auch nachdenkliche kulinarische Reise. Außerdem stellte der Weltladen sein Sortiment vor. Untermalt wurde der Abend mit handgemachter internationaler Musik.
Lohnend wie immer war die Einkehr in den Frohnauer Hammer. Hautnah konnten Besucher miterleben, wie zum Schauschmieden im Hammerwerk das Metall geformt wurde. Außerdem führte der Hammerbund das Mundartstück "'s gruße Lus oder eine Reise nach Weipert" auf. Für Kehle und Gaumen war in der "Hammerhütte" bestens gesorgt.

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