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WELTERBESTÄTTEN MONTANLANDSCHAFT PÖHLBERG

Foto: BUR Werbung
Bergbaulandschaft Pöhlberg - älteste Bergbaulandschaft im Stadtgebiet
Am Osthang des Pöhlberges befindet sich die älteste Bergbaulandschaft im Stadtgebiet Annaberg-Buchholz. Im 15. Jahrhundert begann hier der Bergbau. Zahlreiche Halden zeugen noch heute von jenen Gruben, in denen einst silberhaltiges Kupfererz abgebaut wurde. Bergwerke wie "St. Briccius" und "Heilige Dreifaltigkeit" erlangten besondere Bedeutung, nachdem aus dem geförderten Kupfererz in der Saigerhütte Grünthal durch das Saigerverfahren Silber extrahiert werden konnte. Erst 1892 wurde der Bergbau am Osthang des Pöhlberges eingestellt.
Mittlerer St. Briccius Stolln – Erzförderung seit dem 15. Jahrhundert
Im Mittleren St. Briccius Stolln wurde bereits im 15. Jahrhundert Erz gefördert. Später diente er vorwiegend der Grubenbewetterung. Der Verein "Gewerkschaft St. Briccius e.V." rekonstruierte 1998 das ehemalige Stollmundloch. Außerdem machte er über 500 Meter der einstigen Grube wieder zugänglich. Nach vorher angemeldeten Führungen entdecken Besucher im Stolln beeindruckende Zeugnisse des Altbergbaus.
Freudenstolln - tiefste Entwässerungsstolln des Bergreviers
Der Freudenstolln wurde im Jahr 1592 im Auftrag des Bergherren Jacob Uthmann begonnen. Allerdings musste er den Vortrieb noch vor dem Erreichen der tiefen Gänge des St. Briccius aus finanziellen Gründen vorzeitig beenden. Nach seiner Fertigstellung war er der tiefste Entwässerungsstolln des Bergreviers am Pöhlberg. Das noch erhaltene Huthaus wurde 1796 errichtet. Auf der Halde befindet sich heute ein Rastplatz.
Dreifaltigkeitsstolln - mächtige Erzgänge
Der Dreifaltigkeitsstolln, auch "Stolln der Heiligen Dreifaltigkeit" genannt, diente als Zugang zu den bis zu elf Meter mächtigen Erzgängen der Grube. Die Lagerstätte verfügte allerdings nur über einen relativ geringen Kupfergehalt. Der Anteil an Zinkblende machte im 16. und 17. Jahrhundert die Verhüttung des Erzes schwierig. Mit verbesserten Aufbereitungsverfahren erlebte die Grube in der Mitte des 19. Jahrhunderts einen letzten Aufschwung. Die zugehörige Halde wurde später abgetragen. Heute können Besucher vor Ort wunderschöne Ausblicke nach Jöhstadt, Königswalde und dem Erzgebirgskamm genießen.
Tiefer Freudenstolln – 1.300 Meter lang
Der Tiefe Freudenstolln wurde bereits vor 1561 als "St. Christoph Stolln" begonnen und um 1679 in "Tiefer Freudenstolln" umbenannt. Ursprünglich plante man einen Vortrieb bis zum St. Briccius Stolln, was jedoch nicht gelang, obwohl er eine Gesamtlänge von 1.300 Metern aufweist. Noch bis ins 20. Jahrhundert nutzte die Industrie in Geyersdorf das Wasser des Stollns. Das Mundloch des Stollns wurde 2007 durch die Projektgruppe "Ökocamp" und den Verein Gewerkschaft "St. Briccius e.V." wieder hergestellt. Da der Stolln in der Nähe des Mundlochs eingebrochen ist, kann er nicht befahren werden.

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