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Aktuelle Sonderausstellung

29. Juli - 31. Oktober 2022

Am 3. August 1872 wurde durch die Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen die Eisenbahnstrecke von Annaberg nach Weipert für den Allgemeinverkehr in Betrieb genommen und an die bereits zwei Tage zuvor eröffnete Strecke Komotau-Weipert der Buschtěhrader Eisenbahn angeschlossen. Damit war dem "Annaberger Eisenbahncomitee" die Fortsetzung der Chemnitz-Annaberger Bahn über den Erzgebirgskamm bis nach Böhmen geglückt - ein großer Erfolg, dem diese Ausstellung im Frohnauer Hammer gewidmet ist.

Die Ausstellung zeigt neben historischen Gegenständen aus Bahnbetrieb und Zugabfertigung des grenzüberschreitenden Bahnverkehres auch Lok- und Zugmodelle, einmalige Gedenkstücke an die Eröffnung der Bahnstrecke und interessante historische Fotos. Die Leihgaben stammen aus dem Regionalmuseum Chomutov, dem Erzgebirgsmuseum Annaberg-Buchholz und von privaten Leihgebern. 

Im Mittelpunkt der Präsentation in Frohnau stehen Fotos von Heiko Neubert aus Mauersberg, der sich intensiv mit den verschiedenen Zuggarnituren dieser Strecke beschäftigt.

Darüber hinaus sind anlässlich des Jubiläums zwei ausstellungsbegleitende Hefte der Autoren Bernd Schreiter und Thomas Berger erschienen.

Sonderzug mit der Dampflok 423 0145 bei Rusová / Reischdorf, Foto: Heiko Neubert, Mauersberg
Tschechischer Triebwagen der Baureihe 810 bei Cranzahl, Foto: Heiko Neubert, Mauersberg

Zur Geschichte der Bahnstrecke Annaberg - Weipert - Komotau

Als am 1. Februar 1866 der Bahnverkehr von Chemnitz nach Annaberg aufgenommen wurde, bestand bereits die Absicht, die Strecke über den Erzgebirgskamm bis ins böhmische Becken weiter zu führen.

Eine Schrift aus dem Jahre 1858 befasste sich erstmals mit einer von Annaberg ausgehenden Überschienung des Erzgebirges. Die zunehmende Industrialisierung in den Gebirgstälern benötigte bessere Transportmöglichkeiten für den Warenverkehr. Ebenso benötigte man eine Bahnverbindung, um preiswerte böhmische Braunkohle nach Sachsen zu bringen. Diese lag am Südrand des Erzgebirges, östlich und westlich von Komotau. In der Luftlinie nur wenige Kilometer entfernt, dazwischen jedoch der steile Gebirgskamm.

Am 29. September 1869 wurde in Dresden zwischen dem Kaisertum Österreich-Ungarn und dem Königreich Sachsen ein Staatsvertrag geschlossen, der den Bau einer grenzüberschreitenden Bahnlinie regelte. Auf der böhmischen Seite wurde die 58 Kilometer lange Strecke Komotau - Weipert am 1. August 1872 eröffnet. Betreiber war die private Buschtěhrader Eisenbahn.

Zwei Tage später, am 3. August 1872 begann der Zugverkehr auf der Linie Annaberg - Weipert, deren Länge 19 Kilometer beträgt. Sie war anfangs auch eine Privatbahn, wurde jedoch durch die Königlich Sächsische Staatseisenbahn betrieben.

Nachdem 1875 die zweite und kürzere grenzüberschreitende Bahnlinie Chemnitz - Marienberg - Krima in Betrieb ging, sank der Güterverkehr über die Weiperter Strecke stetig. Aus diesem Grund wurde die unrentabel gewordene Privatbahn Annaberg - Weipert 1878 an den sächsischen Staat verkauft.

Am 1. Januar 1923 ging die Buschtěhrader Eisenbahn durch Gesetz in den Besitz der Tschechoslowakischen Staatsbahn ČSD über.

Kontakt

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Frohnauer Hammer
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Anschrift
Sehmatalstraße 3
09456 Annaberg-Buchholz
Telefonnummer
03733 | 22000
Faxnummer
03733 | 671277
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Öffnungszeiten
Dienstag - Sonntag + feiertags
9.00 - 16.00 Uhr (Beginn der letzten Führung)
auch an Adventsmontagen geöffnet, 24. Dez. auf Anfrage, 25. Dez. + 1. Jan. geschlossen, 31. Dez. 10.00 - 15.00 Uhr
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