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Ortsteil Kleinrückerswalde

Südlich des Stadtzentrums, am Südwesthang des Pöhlbergs liegt der Ortsteil Kleinrückerswalde. Das einstige Dorf wird 1397 in einer Urkunde erstmals erwähnt. Ehemals gehörte es zur Herrschaft Belberg der Grafen von Schlick. Im Jahr 1414 wurde es an den Markgrafen von Meißen verkauft. Landwirtschaft, Bergbau, ab dem 16. Jahrhundert auch Bortenwirken und Klöppeln, gehörten zu den Haupteinnahmequellen der Bewohner. Einst hatte es den Charakter eines Waldhufendorfes. Bäuerlicher Landbesitz schloss sich dabei als breiter Streifen an die Hoflage an. 

Im 15. und 16. Jahrhundert gewann der Bergbau durch reiche Silberfunde rasch an Bedeutung. Nördlich von Kleinrückerswalde ließ Herzog Georg 1496 die "Neue Stadt am Schreckenberg", das spätere Annaberg, zum Teil auf den Fluren des Ortes gründen. Südlich der Ortslage erschlossen Bergleute, u. a. mit der Grube "Himmlisch Heer", eines der ergiebigsten Bergwerke des Erzgebirges. 1536/37 wurden hier mit 9,2 t Silber die höchsten Ausbeuten des Annaberger Bergreviers erzielt.

Mit der einstigen Margarethenkirche, 1414 als Wehrkirche erbaut, besitzt Kleinrückerswalde heute das älteste Gebäude der Stadt. Kirchlich bildete der Ort bis 1506 eine eigenständige Parochie. Danach wurde die örtliche Kirchgemeinde von der Annaberger Hospitalkirche verwaltet. Im Jahr 1570 wurde das Dorf dem Annaberger Rat von Kurfürst August abgekauft und dem Annaberger Mühlenamt zugeschlagen. Zwischen 1699 und 1701 gab es im Ort für kurze Zeit Hexenverfolgungen.

Am 1. August 1906 wurde an der Bahnstrecke Königswalde - Annaberg-Buchholz, oberer Bahnhof eine Ladestelle für Güterverkehr eingerichtet. Seit 1912 ist Kleinrückerswalde ein Ortsteil der Stadt Annaberg.

Heute sorgen zwei Posamentenbetriebe sowie weitere Firmen, das Berufliche Schulzentrum für Technik, Ernährung und Wirtschaft, eine Grundschule, eine Förderschule sowie ein Gewerbegebiet für eine funktionierende Infrastruktur. Kleinrückerswalde bietet mit familienfreundlichem Wohnen, attraktiven Eigenheimstandorten sowie modernen Mehrfamilienhäusern angenehmes Wohnen im Grünen. Rad- und Wanderwege sowie der Mountainbike-Track "Stoneman Miriquidi" laden zu aktiver Freizeitgestaltung ein. Mit der Bundesstraße 95 Chemnitz - Oberwiesenthal ist der Ort gut an überregionale Verkehrswege angebunden.

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